Telefonieren in und nach Indien
Um zwischen den Kontinenten zu telefonieren, gibt es eine ganze Reihe hilfreicher und kostensparender Werkzeuge und Einrichtungen. Am problemlosesten ist sicher das Handy, bei längeren Aufenthalten lohnt es sich, sich eine indische Handy-Nummer zu holen. Die günstigste Variante stellt die Internet-Telefonie dar, sie ist für Reisende sicher die beste Lösung und in den meisten Städten und größeren Dörfern verfügbar.
InhaltHandyGenerell zu beachten ist, dass die Netzabdeckung für Handys in Indien auf dem Land nicht flächendeckend ist, so dass man auf Reisen per Zug oder auf der Straße meist von der Außenwelt abgeschnitten ist. Auch in den Städten gibt es genügend Gegenden ohne Empfang.Deutsches Handy nutzenDie einfachste aber auch teuerste Variante ist, das deutsche Handy in Indien zu verwenden. Das klappt prinzipiell problemlos, da die meisten deutschen Mobilfunkanbieter sogenannte Roaming-Verträge mit indischen Anbietern haben. Im Allgemeinen fallen dabei recht hohe Kosten für das Versenden von SMS-Nachrichten sowie für das Tätigen und Entgegennehmen von Anrufen an, diese können bis zu einigen Euro pro Minute betragen. Die Roaming-Tarife stehen im Handy-Vertrag, und können meist auch auf der Homepage des Anbieters eingesehen werden. Für den Anrufer aus Deutschland fallen dabei keine zusätzlichen Gebühren an, er bezahlt einen normalen Anruf auf ein deutsches Handy.Indische Handy-NummerWenn man sich für längere Zeit in Indien aufhält, ist es ganz sicher sinnvoll, sich eine indische Handy-Nummer zuzulegen, dann fallen nur noch sehr moderate Gebühren für Gespräche nach und aus Europa an. Eine indische Handynummer von Deutschland aus anzurufen ist kaum teurer (und mitunter sogar billiger) als auf einem deutschen Handy anzurufen, und für das Entgegennehmen des Anrufs in Indien fallen überhaupt keine Kosten an. Die aktuellen Tarife gibt es zum Beispiel unter www.teltarif.de.In Indien sind Prepaid-Karten sehr geläufig, das heißt, man bezahlt seine Gebühren immer im Voraus, erhält beim ersten Mal (meist kostenlos oder gegen eine sehr geringe einmalige Gebühr) eine Nummer und eine SIM-Karte, die man einfach ins eigene Handy einbauen kann. Und wenn man die Karte nicht mehr braucht, baut man wieder die deutsche Karte ein und lässt die indische einfach im Regal vergammeln – es gibt keine weiteren Probleme oder Verpflichtungen. Hierbei ist zu beachten, dass das eigene deutsche Handy kein SIM-Lock oder Provider-Lock haben darf – im Zweifelsfall beim eigenen Anbieter in Deutschland oder beim Handyladen um die Ecke nachfragen. Um eine solche indische SIM-Karte zu bekommen brauchet man nachweislich eine ständige Anschrift in Indien. Für Ausländer ist ein "Residential Permit" die Optimallösung, ein Studenten- oder Werksausweis aus Indien reicht normalerweise aber auch, wenn ein Passfoto drauf ist. Oder am einfachsten einen indischen Bekannten fragen, ob er die Karte unter seinem Namen anmeldet. Unbedingt sollte man sich kundig machen, welcher Anbieter in der Zielgegend am verbreitetsten ist, denn selbst die namhaften Anbieter bieten nicht überall eine gute Netzabdeckung, in vielen Gegenden bietet nur einer der Anbieter eine gute Netzqualität. Unter den zahlreichen Handyläden Indiens findet man bald einen mit guter Beratung. Bei der Auswahl des Vertrags sind dann natürlich auch die Tarife für Auslandsgespräche nach Europa ein wichtiges Kriterium, diese beginnen normalerweise bei 5 bis 10 Rupien pro Minute. Die bekanntesten indienweit verfügbaren Anbieter sind Airtel, Hutch, !dea und Reliance. Die meisten Prepaid-Angebote sind auf einen indischen Bundesstaat beschränkt, und wenn man in einen anderen Bundesstaat reist, fallen zusätzliche Roaming-Gebühren beim Versenden von SMS und beim Tätigen und Entgegennehmen von Gesprächen an. Diese bewegen sich typischerweise im Bereich von einer bis wenigen Rupien pro Minute bzw. SMS. Da die Grundgebühr eines Prepaid-Vertrags meist recht gering ist, lohnt es sich also schnell, sich verschiedene SIM-Karten für verschiedene Bundesstaaten zuzulegen, der einzige Nachteil ist dabei, dass man nicht ständig unter einer Nummer erreichbar ist. Indisches HandyFalls man sich in Indien ein neues Handy zulegen möchte, ist das problemlos möglich, es gibt hier Modelle ab 2000 Rupien zu kaufen. Die überall vorhandenen Handyläden haben meist ein kleines Sortiment zur Auswahl und beraten oft ganz gut. Ein in Indien gekauftes Handy hat, vor allem in der unteren Preisklasse, oft nur englische Menüs. Umlaute in SMS-Nachrichten zu tippen ist kein Problem, man muss nur vielleicht die Taste für's ü ein paarmal mehr drücken als bei einem deutschen Modell. Wer gerne SMS mit Hilfe des T9-Systems schreibt, sollte aber bedenken, dass normalerweise kein deutsches Wörterbuch für T9 beinhaltet ist. Viele Modelle gibt es wahlweise nur mit lateinischen Buchstaben auf den Tasten oder mit zusätzlichen Buchstaben des Hindi-Alphabets oder einer lokalen Sprache.Festnetz, Telefonzelle, öffentliches TelefonKlassische Festnetztelefone sind vor allem für Gespräche innerhalb Indiens geeignet. Überall in Indien findet man öffentliche Telefone stehen, das sind kleine Münzapparate, die in irgendeinen Lebensmittel- oder anderen Laden integriert sind. Sie werden mit einem Schild "STD/ISD" beworben und man kann einen Anruf zum Preis von 1 Rupie führen oder sich auf dem Apparat anrufen lassen.Für internationale Gespräche wendet man sich besser an die ebenfalls recht zahlreich vorhandenen Telefonläden. In diesen Läden, die häufig auch in ein Internetcafé integriert sind, findet man meist Telefone verschiedener Anbieter, darunter sogenannte Net-Phone-Anbieter, die verschiedene Tarife haben, meist hat mindestens einer davon ein gutes Angebot für günstige Gespräche (wenige Rupien pro Minute) nach Europa. Internet-TelefionieDie günstigste Option für fernmündliche Gespräche ist sicher der Computer mit Internet-Anschluss. Die beliebteste Software hierfür ist Skype, frei erhältlich auf www.skype.com. Wenn beide Seiten am Computer sitzen, fallen gar keine Gebühren fürs Telefonieren an, man bezahlt lediglich den normalen Internet-Zugang, auf der Reise also die Gebühr für ein Internetcafé, typischerweise 20 bis 50 Rupien pro Stunde. Möchte man von unterwegs aus ein deutsches Festnetztelefon anrufen, so belaufen sich die Gebühren auf 1 bis 2 Cent pro Minute, Anrufe auf ein deutsches Handy sind vergleichsweise teuer. Der einzige Haken an der Sache ist, dass man mindestens 10 Euro im Voraus bezahlen muss, die man dann während einer begrenzten Gütigkeitsdauer abtelefonieren kann.Internetcafés sind überall anzutreffen, besonders beliebt ist die Kette iWay mit zahlreichen Filialen überall in Indien, in Städten sowie auf dem Land. Die Gebühren bewegen sich typischeweise zwischen 20 und 40 Rupien pro Stunde. Kopfhörer und Mikrofon sind nicht immer vorhanden, und falls vorhanden funktionieren insbesondere die Mikrofone oftmals nicht, also am besten zu Beginn nachfragen. Die Anforderungen an die Ausrüstung daheim sind nicht sehr hoch. Mit einem durchschnittlichen Computer und einer DSL- oder schnellen (heißt gebündelten) ISDN-Leitung erreicht man bereits eine Sprachqualität, die mit dem normalen Telefon vergleichbar ist. Bei langsameren Leitungen sind Rauschen, kurze Aussetzer, ein Echo der eigenen Stimme und deutlich spürbare Verzögerungen bis zu wenigen Sekunden zu erwarten. Der Computer muss natürlich mit einem Mikrofon und Kopfhörern ausgestattet sein – am besten man legt sich ein Headset (Kopfhörer-Mikrofon-Kombination) zu. In vielen Laptops ist ein Mikrofon integriert, so dass prinzipiell ein Kopfhörer ausreicht, die Qualität ist aber oft nicht zufriedenstellend, so dass sich die Anschaffung eines Headsets lohnt. Lautsprecher statt Kopfhörern sind generell nicht geeignet, da sie beim Telefonieren ein Echo oder eine Rückkopplung erzeugen. Von Deutschland nach IndienMöchte man von Deutschland aus in Indien anrufen, so bietet sich neben der oben beschriebenen Internet-Telefonie das gute alte Festnetz an. Hier gibt es eine große Auswahl an Call-by-Call-Anbietern, die zum Teil erstaunlich günstige Tarife von wenigen Cent pro Minute anbieten. Eine gute Übersicht bietet zum Beispiel TelTarif.<< Zurück zur Hauptseite Stand: Juni 2007 |
GästebuchIch freue mich über Eure Einträge! >> zum GästebuchPraktische InformationenFreunde am VITDie letzteren beiden auf holländisch, kann man mit etwas Fantasie verstehen :) chinesisch Lesenswertes im Netztolles Indien-Forum Indien Blog über das Land und seine Wirtschaft aus deutscher Sicht PersönlicheseMail an mich Meine Seiten (automatic translation) UhrzeitDeutschland: 19:27 Uhr Indien: 10:57 pm SucheGästebuchDo, 22.11.2007 11:51
Eine sehr Inspirierende Seite ich freue mich für dich und danke dir für die schönen Bilder. Liebe Grüße Buddhismus O... Mike Andres Mo, 06.08.2007 21:45 Also gerade das letzte südindische Panorama fand ich sehr gelungen. Bis bald! Michel So, 05.08.2007 00:52 Irgend etwas wird mird fehlen, wenn es nicht mehr die NOI - News of India - gibt. Sehr subjektiv, aber deshalb ungewö... Thomas Mo, 02.07.2007 05:57 Hallo Thomas, das ist ja schön, da freue ich mich schonmal auf unser Wiedersehen! Hatte beim Schreiben des Artikels ... jo) So, 01.07.2007 21:10 Hallo Jo, jetzt bin ich aber richtig neidisch, denn diese Fahrt mit der Schmalspurbahn wäre für mich als Eisenbahnfan... Thomas Bisherige EinträgeJo auf Reise - der neue Blog
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